Werkstattunterricht
Mit dem Ausdruck Werkstattunterricht wird eine Lehr- und Lernmethode bezeichnet, in der die Schüler anhand geeigneter Aufgabenstellungen und Reflexionsphasen selbstständig bestimmte Lernziele erreichen sollen.
Den Schülern werden unterschiedlichste Angebote zu einem bestimmten Thema gestellt (Beispiel: Eine Werkstatt zum Thema "Weihnachten"). Diese Angebote sind möglichst übersichtlich im Klassenraum präsentiert und mit leicht verständlichen Aufträgen versehen. Oftmals sind die Aufgaben mit der Möglichkeit der Selbstkontrolle versehen.
Für den Schüler gibt es normalerweise bestimmte Wahl- und Pflichtaufgaben zu erfüllen. Die einzelnen Aufgaben kommen aus unterschiedlichen Lernbereichen (Beispiel: Aufgaben aus dem Bereichen Deutsch, Sachunterricht und Kunst), haben aber alle mit dem Oberthema zu tun.
Folgende Merkmale sind dabei typisch:
- Werkstätten haben einen hohen Aufforderungscharakter.
- Die Schüler arbeiten vorwiegend selbsttätig.
- Die Schüler bearbeiten verschiedene Aufträge, in ihrem individuellen Tempo, in einer selbst bestimmten Reihenfolge.
- Die Schüler arbeiten allein oder in einer Gruppe.
- Ihnen wird Material bereitgestellt, mit deren Hilfe sie ihre Aufgaben erfüllen können.
- Die Schüler können ihre Aufgaben mit oder ohne die Hilfe eines Ansprechpartners bearbeiten.
- Die Schüler übernehmen Aufgaben, die üblicherweise vom Lehrer ausgeübt werden; als sogenannte "Chefs" betreuen sie einzelne Werkstattaufgaben, d.h. sie führen Listen, erklären, helfen, korrigieren und beschaffen Material.
- 1093 Mal gelesen



